Wer das Nichtstun lieber Leuten überlassen möchte, die dafür bezahlt werden (z.B. Berufspolitikern, Mitgliedern von Alibikommissionen etc.), findet nachfolgend einige Handlungsmöglichkeiten, um jetzt und ohne politisches Kasperletheater die Energiewende voranzubringen.
Stromanbieter wechseln^
Viele beziehen, obwohl sie eigentlich gegen Atomkraft sind, ihren Strom noch von Lieferanten, die Atomkraftwerke betreiben und deren Nutzung befürworten. Dafür gibt es keinen Grund mehr. Die Angebote von echten Ökostromanbietern sind oft nicht teurer, manchmal sogar erheblich billiger als Strom von konventionellen Anbietern. Das gilt besonders, wenn man noch im Tarif der Grundversorgung steht.
Weitere Infos zum Wechsel, mit Tarifrechnern und Wechselanträgen unter www.atomausstieg-selber-machen.de
Aufwand^
Gering. Für den Wechsel muss man die Stromzählernummer und den letzten Jahresverbrauch parat haben. Nach dem Wechsel zum neuen Anbieter kümmert dieser sich um alles Weitere. Das einzige, was zu tun bleibt, ist am Tag der Umstellung auf den neuen Anbieter den Stromzähler abzulesen und dem Netzbetreiber (für die meisten identisch mit dem bisherigen Anbieter) mitzuteilen.
Risiko^
Gering. Im schlimmsten Fall bezahlt man etwas mehr mit der nächsten Stromrechnung.
Kunden für Ökostrom werben^
Vor allem kleinere Gewerbe bezahlen oft deutlich mehr für ihren Strom, als wenn sie bei einem Ökostromanbieter Kunde wären. Wer also oft in ein- und denselben Laden geht und mit den Betreibern auf Du-und-Du steht, sollte unbedingt anregen, dass der Laden den Stromanbieter wechselt. Wie das geht, steht unter www.atomausstieg-selber-machen.de.
Aufwand^
Gering. Man muss sich überwinden, die Ladenbetreiber anzusprechen.
Risiko^
Man wird als Ökofuzzi abgestempelt.
Bürgerkraftwerke und Energiegenossenschaften^
Immer wieder schließen sich Bürger zusammen, um gemeinsam (meist als GbR) ein Bürgerkraftwerk zu errichten. Fragen sie bei lokalen Umweltinitiativen an (BUND, Nabu etc.) Falls nichts in Planung ist, selbst aktiv werden!
Alternativ gibt es zahlreiche Genossenschaften, die sich darauf spezialisiert haben, Anlagen für Erneuerbare Energien zu betreiben und aufzubauen.
Beispiele sind:
Ein Sonderfall ist die Energie in Bürgerhand eG in Freiburg, die als Gesellschafter in Stadtwerke einsteigen möchte und sich so für mehr Investitionen in Erneuerbare Energien einsetzen will. Wer hier Anteile erwirbt, lässt sich auf eine vornehmlich strategische Investition ein!
Wer lieber alleine vorpreschen will, kann alleine eine PV-Anlage bei sich aufs Dach legen. Niemand weiß, wie in einigen Monaten die Vergütungssätze und sonstigen Rahmenbedingungen sein werden. Warum also mit etwas warten, das man jetzt sofort umsetzen kann?
Aufwand^
Will man einfach nur “dabei sein”, ist der Aufwand für Bürgerkraftwerke oder Genossenschaften vor allem finanzieller Art. Möchte man aktiv mitwirken, etwa in der Geschäftsführung, als Aufsichtsrat einer Genossenschaft oder als “Klinkenputzer”, kommt dazu noch ein zeitlicher Aufwand, der sehr hoch sein kann.
Als "Einzelkämpfer" trägt man das gesamte Risiko allein.
Risiko^
Das eingesetzte Kapital könnte verloren gehen, bei ungünstiger Wahl der Rechtsform haftet man eventuell sogar noch über das Kapital hinaus. Bei Genossenschaften ist die Nachschusspflicht meist ausgeschlossen, dort haftet man nur in Höhe der gezeichneten Anteile.
Wirkt man aktiv mit, ist das Risiko Stress, Burnout und schlimmstenfalls früher Tod.
Dinge des täglichen Bedarfs von Unterstützern Erneuerbarer Energien beziehen^
Wer bei Händlern einkauft, die selbst Photovoltaikanlagen errichten und ihren Strom von einem Ökostromanbieter beziehen, unterstützt so indirekt die Energiewende. Beispiel wäre etwa die coop eG mit ihren Supermärkten.
Aufwand^
Mittel. Man muss herausfinden, welche Geschäfte in Frage kommen. Dann muss man seine Einkaufstour entsprechend anpassen.
Risiko^
Mittel. Die ermittelten Geschäfte könnten höhere Preise verlangen oder schlechtere Warenqualität anbieten.
Einem Verein beitreten^
Zahlreiche Vereine engagieren sich für Erneuerbare Energien, entweder als Schwerpunkt oder gemeinsam mit anderen Umweltthemen. Eine (unvollständige) Auflistung:
Aufwand^
Gering bis mittel. Mitgliedsantrag ausfüllen und abschicken. Mitgliedsbeitrag bezahlen.
Risiko^
Gering. Austritt ist jederzeit möglich
Diese Seite ergänzen^
Wer noch weitere Ideen hat, bitte als Kommentar posten!
Aufwand^
Je nach dem.
Risiko^
Alle können es lesen.
Letzte Aktualisierung: 2011-09-04