Können die Piraten in der parlamentarischen Opposition etwas ausrichten?

Der Wahlrefolg in Berlin, die Tendenz der Umfragewerte seither auch auf Bundesebene – das ist ja alles recht und schön. Aber nach dem Medienrummel der letzten Tage und was dabei so geäußert wurde, frage ich mich: wozu? Sollten wir uns über solche Meldungen freuen oder eher entsetzen?

Das Eingeständnis, dass Politik überhaupt nicht mehr entscheiden kann, sondern nur noch eine “prekäre Existenz auf staatlicher Ebene” verwaltet, wurde mehr oder weniger offen ja bereits gemacht. Pleite zu sein ist einfach ein sehr starker “Sachzwang”, vor allem, wenn man ein Staatswesen genauso bewirtschaftet wie eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft. Das scheint eigentlich widersinnig, da doch alles, womit irgendwie Rendite erzielt werden kann, bereits privatisiert und staatlicher Kontrolle entzogen ist. Die völlig unzureichend ausgestatteten Aufsichtsbehörden wie Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt sind reines pro forma, sie haben faktisch keinerlei Möglichkeiten, politische Entscheidungen durchzusetzen. Und der klägliche Rest, der überhaupt noch dem direkten Einfluss parlamentarischer Entscheidungen untersteht, soll jetzt auch noch ausschließlich darauf getrimmt werden, einen finanziellen Überschuss zu erwirtschaften? Welchen Zweck hat staatliches Handeln noch, wenn die Ziele dieses Handelns sich nicht mehr von denen der privaten Wirtschaft unterscheiden (dürfen)? Oder, um es mit Max Frisch zu sagen:

“*finden Sie , daß in einem Zeitalter der Sachzwänge, auf die sich die Regierenden allemal berufen, Regierungen überhaupt noch nötig sind?*”

Ich würde ergänzen: Finden Sie, dass in einem Zeitalter der Sachzwänge, auf die sich jetzt auch schon die *Opposition* beruft (ich denke hier an Frau Höhn von den Grünen in der unsäglichen Laberrunde bei Anne Will), parlamentarische Opposition überhaupt noch nötig ist?

Sobald man sich als Opposition auf die “Sacharbeit” in den Ausschüssen einlässt und denkt, damit würde man seiner Verpflichtung als Opposition bereits gerecht, betreibt man nur noch schlecht bezahlten Verwaltungstätigkeit in leitender Funktion.

Worauf wir uns einstellen müssen, ist eine noch nie erlebte Welle von Astroturfing, sowohl im Umfang als auch in der Hinterlistigkeit. Wir glauben doch nicht wirklich, dass die professionelle Lobbywirtschaft – ein eigener *Wirtschaftszweig* – gerade erstarrt vor den Wahlergebnissen- und -prognosen sitzt und nichts unternimmt? Nein, die testen bereits, wie man es anstellen muss, um in den Kanälen, die die Piraten zur Meinungsbildung und Entscheidungsfindung nutzen, die Interessen derer durchzusetzen, durch die die Lobbybranche “angestellt” ist. Tweets, Blogposts, Facebookgruppen werden aus dem Boden schießen, die authentisch wirken, aber ganz klar nur das Ziel verfolgen, bestimmte Themen zu setzen und sie in eine bestimmte Richtung zur Entscheidung zu führen. Das ist ein Leichtes für eine Branche, deren täglich Brot es ist, Textoberflächen zu manipulieren und professionelle Propagandasöldner als “Bürgerinitiativen” und “besorgete Einzelne” zu tarnen. Das funktioniert heute schon, aber bisher eben vor allem über die klassischen Holzmedien und die größte gebührenfinanzierte Lobbyhalle der Welt, die öffentlich-rechtlichen Sender. Doch auch im größten Hinterzimmer jemals, dem Internet, wissen sich diese Meinungslenker zu bewegen, es war bisher nur nicht der Mühe wert, da die parlamentarisch vertretenen Meinungsspektren ja bereits außerhalb des Internet erreicht wurden.

Mit dem Erstarken der Piraten ändert sich das. Die Meinungslenker fühlen sich bereit für den Einsatz “im Netz”, deshalb haben sie die Piraten jetzt in die Arena einziehen lassen.

Macht euch auf ganz großes Kino – oder sagt man heute HD Livestreaming? – gefasst! Ich jedenfalls bin schon jetzt, vom Vorfilm sozusagen, entsetzt.


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Kampf um die Fläche: Photovoltaik und Windkraft im Braunkohlerevier

Ich habe mir mal einen Spaß erlaubt und nach den Angaben der Wikipedia die Flächen der größten Braunkohlereviere aufsummiert und (ebenfalls mit den Angaben aus der Wikipedia) überschlagen, welche Leistung an Photovoltaik man da installieren könnte. Verschattung durch Bäume, Hügel etc. ist ja kein Problem, darf man genehmigt ja alles abbaggern.

Für Cottbus-Nord, Jänschwalde, Garzweiler I und II und Hambach. Für Leipzig (MIBRAG) gibt es leider keine Zahlen zum Flächenverbrauch.

Aber schon so komme ich auf 293 km². Damit kommt man mit der Annahme 30 m²/kW(peak) (Dünnschicht-Freiland) auf 6,7 GW(peak). Akzeptanzprobleme vor Ort sind nicht zu befürchten. Wer nicht spurt, wird eben abgebaggert.

Um auszunutzen, dass Wind und Sonne oft komplementär sind (wenn das eine nicht, dann das andere), sollte man auf den geeigneten Teilflächen in diesen 293 km² lieber Windkraft bauen. Auch hier sind keine Akzeptanzprobleme zu befürchten. Wer nicht spurt, wird abgebaggert. Habe eben keinen Windatlas zur Hand, aber vielleicht sucht jemand noch ein Thema für eine Studienarbeit und rechnet das mal durch.

Fazit: Wäre die Vergabepraxis für Flächen, die für Energiegewinnung aus Erneuerbaren Quellen genutzt werden könnten so wie für Braunkohletagebau, wäre die Energiewende bis nächstes Jahr schon fertig. Aber da sind die Seilschaften zwischen Entscheidungsträgern und Unternehmern wohl noch nicht gut genug ausgebildet. Man kennt sich halt nicht schon von der Hitlerjugend (früher) bzw. von der Privatschule, der Burschenschaft oder dem Rotary-Club.

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Meine Flattr-Einnahmen im Juni

Im Juni fielen die Flattr-Einnahmen wieder etwas niedriger aus und weniger vielfältig. Es gab genau einen Flattr (Wert: 1,31€) für den Artikel “Geld gespart mit Solarstrom vom Dach des Hauses“. Nach Abzug der Flattr-Gebühr bleiben für Juni also 1,18€. Das liegt unter dem, was ich an Flattr-Guthaben ausgebe (3€).

Ist aber auch kein Wunder, bei null Werbung und nur einem einzigen neuen Artikel ;)

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Meine Flattr-Einnahmen im Mai

Im Monat Mai gab es eine fulminante Entwicklung bei den Flattr-Einnahmen: 5,14€ !! Wenn das so weitergeht, bin ich Ende des Jahres so weit, dass ich die ganze Welt aufkaufen kann.

6 Artikel wurden von 5 unterscheidbaren Flattros geflattrt. Leider nur jeweils ein Klick, da ist also noch Spielraum nach oben. Der Wert pro Klick lag zwischen 0,05€ und 1,37€

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Geld gespart mit Solarstrom vom Dach des Hauses

Mein Stromverbrauch ist aktuell recht niedrig. Kein Fernseher, keine Waschmaschine, kein Geschirrspüler; Heizen, Kochen und Backen mit Gas, im Winter mit Holz. Und die paar LEDs der Raumbeleuchtung und der Laptop ziehen dann auch nur mäßig Saft. Das Einzige, was kontinuierlich durchrödelt, ist der Kühlschrank. Sommers gibt es beim Duschen (jepp, ich bin Warmduscher) Spitzen für Warmwasser aus dem elektrischen Durchlauferhitzer. (Im Winter wird gebadet, mit Heißwasser aus dem Wasserschiff.) Aber nichts Dramatisches, alles in allem 1-2 kWh pro Tag. Da ich natürlich auch den Anspruch habe, selbst diesen geringen Verbrauch mit Ökostrom zu decken (genaur gesagt über naturstrom), komme ich mit Grundgebühr etc. auf rechnerisch über 30 ct/kWh. Nun finde ich es aber widersinnig, dieses bisschen Strom extra zig Kilometer entfernt bei einem Windmüller oder Wasserkraftbetreiber einkaufen und mir dann durchs Netz zuschicken zu lassen, nur damit ich mit den paar mickrigen Elektronen meinen Kram machen kann (z.B. diesen Text schreiben). Deshalb werde ich dieser Tage meinen Vermieter ansprechen, ob ich sein Dach missbrauchen kann für eine Photovoltaik-Anlage und eine kleine Ecke im Keller für Batteriespeicher, Wechselrichter etc. (Zu was so ein Bausparer doch gut sein kann.)

Irgendwie will er natürlich dafür entschädigt werden. Eine Möglichkeit wäre, ihm die Vergütung für meinen Eigenverbrauch (mehr als 100€/Jahr nach aktuellen Vergütungssätzen) plus x rüberzureichen. Wobei das für mich dann mit Gewerbeanmeldung und dem ganzen Zirkus fürchte ich recht aufwändig wird, weil es ja nicht mein eigenes Dach ist.

Andere Option wäre, ihn direkt dafür zu begeistern, so dass er mir den Strom dann “verkauft”. Ich gebe ihm dann als weitere Motivation ein zinsgünstiges/-loses Darlehen.

Oder vielleicht hat ein Energieversorger (ich denke da an einen von den drei üblichen Verdächtigen, also EWS Schönau, naturstrom oder Greenpeace Energy) Lust, mich ohne den Umweg über das Netz mit Strom zu versorgen. Oder aber ich frage unter den Bürgerkraftwerksgenossenschaften, ob von denen wer Lust auf so was hätte.

Der Clou an der Sache wäre, dass ich mich zu 100% aus der Photovoltaikanlage bzw. der Batterie mit Strom versorge. Am öffentlichen Stromnetz hänge ich also nicht mehr. Was den Strom für mich aktuell so teuer macht, sind zu einem erheblichen Teil die eingepreisten Netzentgelte, Ablesegebühren, Zählermiete etc. Warum soll ich das an einen schnöden Monopolisten abdrücken, wenn ich es auch einem von den “Guten” (und da zähle ich auch meinen Vermieter dazu) geben kann? Zugegeben: im Dezember und Januar wird es dann schon eng, und mehr als 2 kWp für die Anlage sind nicht drin (so fürstlich ist der Bausparer dann doch nicht). Aber im Winter liegt mein Verbrauch auch unter 1 kWh/Tag. Für die Lichterkette am 24. Dezember sollte es also in jedem Fall reichen.

Falls jemand schon Erfahrungen mit Anlagen dieser Art hat (Fallstricke, “best practices” oÄ), bitte in den Kommentaren posten.

Wird aus dem Plan etwas (wenn, dann noch 2011, da danach das EEG sowieso zum Klo runtergespült wird; drauf geschissen hat Schwarz-Gelb ja schon bisher bei jeder Gelegenheit), werde ich hier auf dem Blog den Verlauf dokumentieren. Für spätere Generationen.

Nachhaltig eben.

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Der Geist aus der Flasche

Der aktuelle Stand der Debatte zur Energiewende erinnert mich an die Parabel mit dem Geist aus der Flasche, der einem drei Wünsche gewährt, die prompt erfüllt werden. Der Haken an dem Angebot ist aber, dass der Geist die Wünsche nicht so erfüllt, wie sie gemeint sind, sondern wortwörtlich so, wie sie geäußert werden. Das dämmert den Betroffenen leider immer erst nach dem zweiten Wunsch, so dass für den dritten Versuch nur bleibt, sich die beiden anderen wieder rückgängig gemacht zu wünschen.

Nach dem Super-GAU in Japan kam also der Geist aus der Flasche, also der Bundesregierung, genauer: ihrer Stellvertreterin Angela Merkel, gestiegen und sprach (sinngemäß): Liebe Antiatombewegung, um euch in dieser veränderten Situation in Sachen Atomkraft zu besänftigen und dadurch vielleicht meinen Arsch und all die anderen Ärsche zu retten, habt ihr drei Wünsche frei.

Darauf antwortete die Antiatombewegung: Abschalten!

Und die Kanzlerin schnippte mit den Fingern und der ohnehin nicht mehr wirtschaftlich zu betreibende Teil der Atomkraftwerke in Deutschland wurde abgeschaltet. Aber wie? So schludrig und übereilt, dass jeder, dem danach sein könnte, sagen darf: Liebes Deutschland, du darfst doch nicht an Recht und Gesetz vorbei einfach so unsere schönen sicheren Atomkraftwerke abschalten! Und damit war plötzlich ein mächtiges Argument geboren, weshalb Deutschland auf keinen Fall Atomkraftwerke abschalten darf – es ist verboten, das zu tun.

Doch die Antiatomkraftbewegung, die sich in Sachen Demokratie besser auskennt als die Regierung, besann sich darauf, wer in Deutschland eigentlich darüber entscheidet, was Recht und Gesetz ist: das Volk. Zwar nicht alle und schon gar nicht im Konsens; denn nur, wer gerade wegen irgendwelcher Kreuzchen vor zwei Jahren im Parlament zufällig die meisten Sitze belegt, entscheidet. Und diese Damen sind nun auch wirklich so ein Volk. Passt also doch, auch wenn es eben ein anderes Volk ist, das entscheidet, nämlich das Parlamentsvolk aus der mit Polizeischutz abgeschotteten Spreefestung. Die Antiatomkraftbewegung forderte also: Lieber Geist aus der Flasche, mach uns Gesetze, mit denen wir die Atomkraftwerke abschalten können!

Und der Geist aus der Flasche traf sich mit vielen anderen Flaschen und leerte die ein oder andere Flasche und schrieb Gesetze, die dafür sorgen, dass es Recht ist, die Atomkraftwerke einfach so abzuschalten. Und er (also sie) schuf Gesetze, die dafür sorgen, dass die, deren Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen, auch gleich neue Aufgaben und Einnahmen bekommen. Offshore-Windparks und die dazugehörigen Stromtrassen. Und bezahlen sollen für diesen Irrsinn, der teurer ist als die (bisher) teuerste Variante des regenerativ erzeugten Stroms, die Photovoltaik, alle. Also nicht wirklich alle, sondern alle, die nicht zufällig gerade ein stromintensiver Industriebetrieb sind. Aber die restlichen “alle” zahlen für die nächsten 20 Jahre den Zehnt an psychopathische Großkonzerne. Bisher ging dieses Geld vornehmlich an wagemutige Bürger, die dezentral nach ihren Möglichkeiten dafür sorgten, dass eine der wichtigsten Ressourcen – Energie – knapp 70 Jahre nach offiziellem Ende des Faschismus in Deuschland endlich demokratisiert wird. Doch diese dezentrale Verteilung der von “allen” Stromkunden eingetriebenen EEG-Umlage wird mit den neuen Gesetzen wohl leider gekappt. Fortan soll dieses Geld nur noch den großen Ärschen hinten reingeschoben werden. Nicht länger wird es dem besonnenen Bürger für seinen Dienst an der Allgemeinheit in die Hand gegeben.

So ward also auch der zweite Wunsch erfüllt, wenn auch nicht im Sinne derer, die ihn äußerten.

In der Parabel lautet der letzte Wunsch jetzt immer: zurück auf Anfang. Wir sind aber nicht in der Parabel, deshalb sollte der letzte Wunsch nun heißen: Parteien und andere Politkartelle zerschlagen, Großkonzerne als Genossenschaften in Volkseigentum überführen. Und endlich anfangen, das Grundgesetz umzusetzen, so wie es gemeint ist. Und nicht länger nur wortwörtlich. Denn was nützt eine Demokratie auf dem Papier, wenn alle Bereiche, die für den Alltag der Bürger bedeutsam sind, als großkapitalistische Fürstentümer organisiert sind?

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Atomkraft: Im Felde unbesiegt

Nach Tschernobyl war es die korrupte Bürokratie der durchideologisierten UdSSR, jetzt ist es das korrupte "Atomdorf" in Japan, das durch seine kriminellen Machenschaften dazu geführt haben soll, dass die sonst so ausgereifte und sichere thermonukleare Stromerzeugung wieder einmal ganze Landstriche unbewohnbar macht und Scharen von Arbeitern verheizt, die nach und nach auf ihre Lebenshöchstdosis an radioaktiver Strahlung hinarbeiten.

Atomkraft, befiehl – wir folgen dir! Zum Sieg, zum Heil.

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Wir helfen gegen den Stromausfall

Da jetzt nur noch 4 von 17 Atommeilern mit ihrer Leistung am Stromnetz hängen, brauchen die Netzbetreiber unsere Unterstützung, damit es nicht zu einem katastrophalen Stromausfall kommt. Da die meisten von ihnen aber verschlafen haben, rechtzeitig ihre Netze auszubauen, müssen jetzt wir in die Bresche springen und für sie ein “smart grid” aufbauen. 100% transparent, 100% digital. 100% sofort.

Dazu twittern wir alle, bevor wir ein Elektrogerät an- oder ausschalten, dass wir dies demnächst tun werden. Also z.B.

Schalte gleich PC, DSL-Modem und Monitor aus. #vattenfallberlin #4von17 #smartgrid #antiakw

Dabei ersetzen wir #vattenfallberlin aus dem Beispiel durch unseren lokalen Netzbetreiber (damit auch wirklich die richtigen Leute von unseren netzlastrelevanten Handlungen erfahren).

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Das Erdgasnetz als Stromspeicher

Das Konzept wird zwar von vielen als im Moment noch unnötig abgetan oder als aussichtsloser Aufstand gegen die Gesetze der Thermodynamik belächelt. Dennoch sehe ich in ihm eines der Preispferde im Stall der Erneuerbaren Energien. Die Rede ist von synthetisch erzeugtem Methan. Bei krassen Erzeugungsspitzen, wie sie vor allem bei der Windkraft schon heute immer wieder auftreten, soll es mit andernfalls abgeregeltem “Wegwerfstrom” über Elektrolyse von Wasser und dann weiter der Reaktion von H mit CO2 hergestellt werden.

Erste kleine Versuchsanlagen existieren bereits, die Firma SolarFuel, die die Technik zur Marktreife bringen möchte, nennt sie Alpha-Anlagen. Die Greenpeace Energy eG möchte in den nächsten Jahren mit diesem Verfahren Gas erzeugen, das in nach und nach steigendem Anteil einem konventionellen Ergasprodukt beigemischt wird. Bis Herbst soll dazu ein zunächst noch rein konventioneller Erdgastarif für Endkunden angeboten werden. Ein gewisser Anteil des Preises fließt als “Windgaspfennig” in die Projektentwicklung erster Anlagen.

Mit dem Autobauer Audi hat SolarFuel nun einen Partner gewonnen, mit dem gemeinsam die erste Beta-Anlage errichtet werden soll. Das hat für mich zunächst einmal den Beigeschmack des Greenwashing. Auch dass der Strom für diese Anlage aus Offshore-Windkraft kommen soll, die dem zentralen Gedanken der Energiewende, nämlich dem Aufbrechen zentralistischer Strukturen in der Enrgiewirtschaft, entgegensteht, hat ein fades Aroma. Aber wenn durch die geplante Anlage der Prozess weiter optimiert werden kann, ist es ein Kompromiss, den man wohl eingehen kann.

Die Anlage soll eine elektrische Anschlussleistung von 6,3 MW haben und täglich etwa 4000 m³ Methan produzieren. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant. Weitere Einzelheiten in der Pressemitteilung von SolarFuel.

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Meine Einnahmen über Flattr im April

Das Fazit ist wie jeden Monat: wieder nichts. Vielleicht ja im Mai…

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